Sabine
16.Juli 2020 | Mein Lipödem

Wie ich herausfand, dass ich an Lipödem leide

Hallo ihr Lieben,

mein Name ist Sabine. Nach langem hin und her, habe ich mich dazu entschlossen, meinen Weg mit Lipödem öffentlich zu machen. Warum man darüber lange nachdenkt? Meine Hauptangst ist und war es, dass ich meine Beine früher oder später mit Foto online stellen sollte und das auch mal ohne
Kompression. Sobald man in die Öffentlichkeit geht, ist man natürlich auch Kritik ausgesetzt und obwohl ich eine sehr starke Persönlichkeit bin und mich nicht schnell unterkriegen lasse, ist dieses Thema mein absoluter Schwachpunkt. Aber nun gut der erste Schritt ist getan und ich möchte mir und allen anderen Frauen, die mit dem Problem Lipödem zu kämpfen haben zeigen, dass es weitaus Schlimmeres gibt, als einen nicht so perfekten Körper - und vor allem was ist schon perfekt?

Erst mal zu mir :)

Ich bin Kosmetikerin und seit 7 Jahren erfolgreich selbständig in meinem Beruf. Mit dem Beginn meiner Pubertät kam auch meine jährlich steigende Gewichtszunahme. Als ich sechzehn Jahre alt war, versuchte ich mich das erste mal an einer radikalen Diät. Damals habe ich 8 Kilo in 3 Monaten verloren und nur noch 50 Kilo auf 1,64cm gewogen. Zu dieser Zeit habe ich kaum was gegessen und täglich Sport gemacht. Es war absolut kein gesundes Verhalten. Ich war schlank aber noch weit entfernt von mager. Damals habe ich schon
bemerkt das mein Körper anders zu sein scheint als der meiner Freunde. Gott sei dank hatte ich mein ungesundes Essverhalten irgendwann satt und bin einer Essstörung entgangen. Mit ca. 24 Jahren habe ich meine Mutter verloren und in diesem Jahr noch mehr zugenommen. Um diese Kilos wieder loszuwerden, habe ich angefangen wirklich regelmäßig Sport zu betreiben, was ich seitdem auch beibehalten habe und mittlerweile sogar sehr gerne mache. Auch ernähre ich mich bewusst, aber ich kasteie mich auch nicht und es gibt ab und zu noch Pizza und Schokolade. ;)
Leider stellte sich der gewünschte Erfolg einer Gewichtsabnahme nicht wirklich ein und auch meine Beine wurden nicht wirklich straffer. Ich habe mir Hilfe bei einer Ernährungsberatung gesucht, die mir auch nicht
erklären konnte, warum ich denn kaum was abnahm, obwohl ich mich in der für mich vorgesehen Kalorienbilanz hielt. Somit war ich fürs erste mal wieder am Anfang und ratlos.

Wie ich herausfand, dass ich an Lipödem leide

Da ich seit meinem 17. Lebensjahr immer an ziehenden/schweren Beinen leide, habe ich verschiedene Ärzte aufgesucht. Keiner konnte mir helfen. Alle waren ratlos, woran der Schmerz wohl liegen könnte. Ein Orthopäde hatte zwar den Verdacht Lipödem geäußert. Jedoch konnte ich damals niemanden finden, der mir dies bestätigt hätte, geschweige denn eine Therapie angeboten hätte. Da sich mein Körper, seit ich dreißig bin, immer mehr in die Breite zu begeben scheint und ich jetzt an einem Punkt angekommen bin, wo es für mich nicht mehr ästhetisch ist und natürlich sich auch die Schmerzen vergrößert haben, hatte ich selbst den Verdacht, dass dieser Orthopäde wohl den richtigen Riecher gehabt haben muss. Durch eine Kundin wurde ich auf eine Ärztin in meiner Nähe aufmerksam, die sich dem Thema Lipödem angenommen hat und die mir bestätigte, dass ich daran leide. Nun beginnt als erstes mein Weg der konservativen Therapie.

Zukunftspläne

In Deutschland scheint das Thema Lipödem schon sehr aktuell. Hier in Österreich, wie ich es empfinde, gibt es noch kaum Erfahrung zu der Erkrankung. Daher möchte ich Euch ab sofort über meinen Weg am
Laufenden halten. Zum Thema Versicherungen, Lymphdrainagen, Liposuktion und Flachstrickkompression.
Bleibt stark und positiv! Man kann alles schaffen, was man sich vorstellen kann.

Bis bald:)

Eure Sabine (@samtweich_kosmetik_fusspflege)

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