Nicole
23.August 2018 | Sport & Gesundheit

Mit Kompression durch den Sommer

Hallo zusammen,

Kompression im Alltag ist manchmal schon anstrengend. Im Sommer spürt man das besonders... Meine Diagnose bekam ich Ende Mai 2016, also pünktlich zum Beginn der warmen Tage und des Sommers. Nach der ersten Erleichterung endlich eine Diagnose zu haben, kam aber auch ganz schnell die Realität. Kompression! Das dicke Zeug an den Beinen und dann auch noch Sommer? Ich wander an den Nordpol aus!

Nun, ausgewandert bin ich nicht. Stattdessen habe ich alle möglichen und unmöglich Abkühltipps ausprobiert und möchte einige heute mit Euch teilen. Vielleicht ist ja für Euch etwas dabei.

Abkühlung durch Wasser

Immer gern und überall genommen sind Pumpfläschchen mit Wasser zum Besprühen der Beine und/oder Arme. Natürlich geht das mit allem, was sprüht: Ob Blumenspritze, alte Haarkur Sprühflasche (gut auswaschen) oder „Wasser aus der Dose“. Die Feuchtigkeit auf der Kompression kühlt angenehm. Getoppt wird das z. B. im Büro mit einem Ventilator unter dem Tisch. Inzwischen habe ich an allen wichtigen Orten ein Fläschchen mit Wasser zum Besprühen deponiert. Und natürlich immer ein Fläschchen to go an meiner Tasche.

Einige Kompressionshersteller bieten auch Sprühflaschen mit Menthol an. Ich finde die so lala. Direkt auf der Haut kühlen die wirklich gut, auf der Kompression leider nicht. In der allerallergrößten Not, wenn nichts mehr hilft und ihr euch nur noch eine Abkühlung wünscht, dann ab unter die Dusche in voller Montur! Habe ich auch schon gemacht. Es war ein furchtbar heißer Tag und ich habe es einfach nicht mehr ausgehalten. Ich bin in Strumpfhose unter die Dusche und habe die Beine ausgiebig abgebraust. Einfach ein Traum, braucht aber dann auch etwas länger zum Trocknen.

Mit Kompression durch den Sommer: Probiert Kühlgel!

Kühlende Gels werden inzwischen zahlreich angeboten: Ob als Pferdesalbe für die Venen, oder als Fußsalbe. Die meisten enthalten Menthol und sollen einen kühlenden Effekt haben. Ich habe viele ausprobiert. Sehr viele. Vor allem die „Otto- Normal“-Produkte hatten einen bescheidenen Effekt und man kann sie auch nicht unter der Kompression anwenden. Die wirklich besten Effekte gab es bei speziellen Gels für Kompression. Sie kühlen wirklich mit dem Prädikat "Eisbein" und können zudem unter der Kompression angewendet werden.

Einen Nachteil haben die Gels allerdings alle: sie kühlen nicht den ganzen Tag. Man müsste gegen Mittag die Kompression runterziehen, erneut eincremen und die Kompression wieder anziehen. Ich bin im Sommer schon froh wenn ich mich morgens in die Kompression geschwitzt habe, da werde ich das am Mittag nicht nochmal machen. Für morgens oder auch abends vor dem Schlafengehen sind die Gels aber top.

Sehr angenehm sind auch Duschgels mit Menthol. Leider gibt’s die nur noch selten für Frauen. Sie erzeugen eine angenehme Frische und Kühle auf der Haut.

Lifehack Kühlpacks

Kühlpacks helfen sehr gut um sich insgesamt etwas runterzukühlen. Gerne an den Pulsstellen, wie Handgelenke oder Fußgelenke. Statt der klassischen Gelpacks nehme ich gerne Kirschkernkissen. Die Kerne haben eine angenehme und langanhaltende Kühlung. Und man kann mit etwas Geschick ein Kissen für seine eigenen Bedürfnisse schneidern. So habe ich z. B. für meine Fußgelenke kleine Kissen genäht, die ich mit Druckknöpfen erweitern kann.

Macht euch Luft... mit Ventilator und Fächer

Das Ventilatoren  die warme Luft nur verteilen ist inzwischen ja durchaus bekannt. Wahre Wunder kann so ein Ventilator aber bewirken, wenn man die Kompression davor anfeuchtet. Aber auch ohne kann ein Fächer oder Ventilator etwas Erleichterung verschaffen wenn man „im eigenen Saft“ steht.

Ich habe inzwischen einen kleinen elektronischen Helfer. Der passt in die Handtasche und ist ein Traum wenn man unterwegs ist. Auch Fächer habe ich immer griffbereit, diese sehen – je nach Motiv – auch noch sehr elegant aus.

Was macht Ihr um Euch an heißen Tagen in Kompression abzukühlen?

Liebe Grüße
Eure Nicole

1 Kommentare
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Ellischa

Hallo liebe Nicole,
im Sommer nehme ich gekühlte Augenpads und lege sie direkt auf die Haut im Hüftbereich. Es gibt ziemlich dünne, die nicht drücken.
Ich habe mir zu Hause auch schon mal ein nasses und gekühltes Handtuch auf die Schultern gelegt, ich empfand es als unangenehm. Eine Freundin schwört darauf.
Zusätzlich ist mir meist kalt, wenn die Hände kalt sind, da ich Armkompression trage, genügt es, die "Handschuhe" leicht feucht zu machen.
und was ich liebe: Wassermelone.
Liebe Grüße
Ellischa

am 05.09.2018 | 12:53

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