Unser Stoffwechsel. Vielfältig, wenn man ihn genug motiviert

Angelika

Angelika

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Unser Stoffwechsel

Hallöchen zusammen!

Der Stoffwechsel. Manche von uns haben einen schnellen, andere wiederum einen sehr langsamen Stoffwechsel. Er ist ein sehr komplexer chemischer Vorgang und bestimmt vieles in unserem Körper. Was viele jedoch nicht wissen ist, dass unser Körper zu zwei verschiedenen fähig ist. Einmal ist da der „normale“ Stoffwechsel. Kurz gesagt: wir essen Kohlenhydrate, diese werden zu Glucose umgewandelt und liefern uns u.a. Energie. Der zweite Stoffwechsel ist die sog. Ketose. Über diesen möchte ich Euch heute ausführlicher berichten, denn in meinem Leben spielt er inzwischen eine sehr große Rolle.

Von Ketonkörper, Glucose und Fett - und warum das gefährlich für den Körper werden kann

Fangen wir an was überhaupt bei der Ketose passiert. Wenn der Körper über einen längeren Zeitraum nicht genug Kohlenhydrate – und somit Glucose – erhält bzw. produzieren kann, wird Fett anstatt Glucose verbrannt. Dies geschieht eigentlich nur bei ketogener Ernährung, bei Menschen mit Typ-1-Diabetes oder früher bei Hungersnöten. Der Insulinspiegel ist also konstant niedrig. Die Leber produziert dann Ketone, um sich die benötigte Energie zu holen. Somit entstehen Ketonkörper beim Abbau von Fettzellen. Bei diesem Vorgang wird das Blut angesäuert. Normalerweise scheiden wir es durch den Urin wieder aus. Wenn jetzt aber zu viel produziert wird, kann das Blut übersäuern. Man fällt in die sog. Diabetische Ketoazidose.

Die Folge: Übelkeit, Unwohlsein, Erbrechen und Bauchschmerzen. Im schlimmsten Fall und wenn man zu lange in diesem Zustand bleibt, kann das böse enden (Krankenhaus und schlimmer). Daher ist es ratsam zu prüfen, wie viele Ketonkörper man hat. Bei unter 0,5 Millimol pro Liter (mmol/l) ist man nicht in der Ketose. 0,5 mmol/l – 6,0 mmol/l bedeutet Ketose und bei mehr als 10 mmol/l sollte man die Notbremse ziehen oder zum Arzt gehen! Ich habe z.B. aus der Apotheke Keton-Teststreifen gekauft und prüfe alle 2 Wochen ca. wo bei mir der Stand ist. Anfangs habe ich das sogar täglich gemacht.

Quelle:
Diabetes-Lexikon: Ketonkörper | Diabetes Ratgeber
Wie Du erkennst, ob Du in Ketose bist | Ketogen Leben

Wie ernähre ich mich ketogen und was ist die Folge?

Ich denke es ist klar, dass Kohlenhydrate (KH) größtenteils wegfallen. Die Sache ist nur die – eigentlich enthalten alle Lebensmittel KH und wenn es nur in geringen Mengen ist. Wenn ich meinen Tag von früher tracken würde, würde ich auf ungefähr 100 – 150 g KH kommen. Viel zu viele, um in der Ketose zu sein.

Anfangs sollte man sein Essen unbedingt tracken – vor allem inkl. Nährstoffangaben. Denn „einfach Kalorien zählen“ geht hier nicht. Ich benutze dafür die Yazio PRO Version auf meinem Handy.

  • -75 % gesunde Fette
  • -20 % Proteine (Eiweiß)
  • -5 % Kohlenhydrate (entspricht 20 – 30g pro Tag)

Was esse ich denn nun den ganzen Tag? Wenn man denkt, jetzt darf man gar nichts mehr essen, dann ist das nicht richtig. Man muss nur wissen, wie man was ersetzen kann.

Obst fällt fast vollständig weg, wobei die Papaya wirklich gut ist, denn sie hat nur 7,2g KH auf 100g. Großes No-Go ist die Banane mit 20g KH auf 100g. Beim Gemüse kann man sich an alles halten, was grün ist und Finger weg vom Roten. Wichtig sind natürlich die Fette, denn von diesen holen wir uns unsere Energie. Natives Kokosöl oder Weidebutter zum Braten und Olivenöl für die kalte Küche sind hierbei die Hauptakteure in der Küche. Für die Süße nehme ich Erythrit, dieses enthält keine verwertbaren KH. Ansonsten Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte. Auch Mehl kann man prima ersetzen – Goldleinmehl, Kokosmehl, Mandelmehl, Leinmehl, … Mit diesen kann man sich seine Brot-Alternativen und Kuchen ohne Probleme selbst zubereiten.

Quelle:
Die wichtigsten ketogenen Lebensmittel im Überblick
Nährwerte: Ernährungstagebuch führen, Kalorien im Blick haben

Ketose - die neue Art zu leben?

Aller Anfang ist schwer, aber wer erstmal das Konzept verstanden hat, kann auch wie früher komplett rezeptfrei seine Mahlzeiten zubereiten. Selbstverständlich geht die ketogene Ernährung auch vegetarisch. Wichtig ist nur, dass man alles selbst kocht. Man kann ein wenig schummeln, denn  im Internet tummeln sich einige wirklich gute Webshops mit ketogenen Lebensmitteln.

Ich hoffe, ich konnte Euch alles gut erklären und ich habe manche so neugierig gemacht, dass sie es
vielleicht sogar ausprobieren.

Ganz liebe Grüße,

Eure Angelika

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