Meine starke Seite: Triathlon mit Lipödem

Anna

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Anna Clemens Triathlon | FRAUENSACHE

Mein Name ist Anna. Ich bin 27 Jahre alt, Studentin/pädagogische Mitarbeiterin und quäle meine „Lily“ (Lipolymphödem) seit meinem 11. Lebensjahr mit Sportarten wie Schwimmen, Radfahren und Krafttraining. Seit einem Jahr laufe ich regelmäßig und habe den Triathlon für mich entdeckt.

Hätte mir vor einem Jahr jemand erzählt, dass ich heute schon im Training für meinen dritten Triathlon stehe, ich hätte denjenigen für verrückt erklärt: Schwimmen? Kein Problem. Radfahren? Super! Aber: Ich und Laufen? Niemals!

Und heute versuche ich doch tatsächlich andere Frauen zu motivieren, sich der Herausforderung Triathlon zu stellen. Triathlon mit Lipödem: Den Schmerzen und den Vorurteilen den Mittelfinger zu zeigen, sich selbst zu überraschen und kleine Erfolge ganz groß zu feiern. Der 10-Freunde-Teamtriathlon in Frankfurt(Main) am 25. Juni erschien mir hierfür genau das richtige Event zu sein.

Denn genau bei diesem Event hatte auch ich vor einem Jahr mein Triathlon-Debüt in Darmstadt. Ein lockerer Wettkampf und man unterstützt und motiviert sich noch als Team gegenseitig. Damals war ich eigentlich schon eine recht gute Schwimmerin. Den anpeitschenden Aufforderungen meiner Oma sei Dank. Durch meinen Partner, einen ehemaligen Radsport-Amateur, meine ich, mich zu einer passablen Radlerin gemausert zu haben. Aber in 14 Wochen auch noch zu einer „super“ Läuferin zu werden, erschien mir zunächst unmöglich. Es musste also dringend ein Plan her, ein Trainingsplan. Doch wo sollte ich anfangen auf meinem Weg vom Gelegenheitssportler zum „Wettkampftier“? Die ersten Wochen waren enttäuschend: Der Kopf will noch, die Lunge kann noch, aber die Beine verweigern schon nach kurzer Zeit ihren Dienst. Auf die Schmerzen hatten sie einfach keine Lust. Ich musste also mehr System in mein Training bringen und in kleineren Zielen denken. Also habe ich mir viel angelesen, verschiedene Trainingskonzepte verglichen und Trainingspläne angepasst, um mich ganz langsam in 3 Monaten an 5km heranzutasten.
Für mich hat es sich gelohnt: 400m Schwimmen, 20km Radfahren und 5km Laufen in 1,5 Stunden. Gibt es denn nichts schöneres, als seine Ziele nicht nur zu erreichen, sondern auch noch zu überbieten? Auch wenn sie noch so abwegig erscheinen? Ich wollte in unter 2 Stunden im Ziel ankommen und meine Freude war beim Einlauf entsprechend riesig.

Vor 4 Monaten habe ich über Instagram und Facebook einen Aufruf gestartet. Meine Freude war entsprechend groß, als ich bereits nach kurzer Zeit feststellen durfte, dass ich dieses großartige Gefühl mit 10 tollen »Lipödemkämpferinnen« teilen darf. In wenigen Tagen ist es soweit. Der Kampf »Triathlon gegen Lipödem« geht in eine neue Runde.

Meine starke Seite: Lipödem und Triathlon

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Kommentare

10 Antworten

  1. Ich finde das sooooo toll. Hätte ich das früher gewusst wäre ich dabei gewesen. Ich finde man sollte sich mit Lipödem nicht zu sehr einschränken. Wie du beweist sind wir zu so viel mehr fähig als wir uns oft zutrauen

  2. Wow…. Klasse liebe Anna , ich drück dir ganz fest die Daumen
    Du wirst das mit Sicherheit super toll meistern…., bin zwar auch gerne Sport…, aber das könnte ich nicht meistern…
    Also viel Glück, Spaß und Freude bei deinem Triathlon….♡
    Lg Tanja

    1. Danke, Tanje. Aber ob man etwas schafft oder nicht, ist immer eine Sache der persönlichen Einstellung. Ich wollte immer, dass es funktioniert, war immer sehr ehrgeizig und bin auch oft genug an meinen Erwartungen gescheitert. Aber der Weg ist das Ziel…

    2. Liebe Steffi,
      ich spiele schon mit dem Gedanken, auch nächstes Jahr mit den Lipödemkämpferinnen teilzunehmen. Je nach Resonanz auch mit einem zweiten Team. Vielleicht bist du dann ja auch mit dabei?

  3. Liebe Steffi,
    ich spiele schon mit dem Gedanken, auch nächstes Jahr mit den Lipödemkämpferinnen teilzunehmen. Je nach Resonanz auch mit einem zweiten Team. Vielleicht bist du dann ja auch mit dabei?

    1. Das klingt wirklich super. Ich finde man sollte öfter mal an seine Grenzen gehen um im Leben weiter zu kommen. Das wäre bestimmt eine super Erfahrung

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