Meine Geschichte mit dem Lipo-Lymphödem

Monika

Monika

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Meine Geschichte Monika | FRAUENSACHE
Anfangs dachte ich: HÄ?, BITTE WAS? …

Hallo, ich heiße Monika, bin 54 Jahre jung, und bei mir wurde 2014 das Wort „Lipödem“ bei einer Reha nach einer Knie-OP so nebenbei erwähnt.

… und habe erst einmal gegoogelt ‒ wie Frau das heutzutage halt so macht. Was ich da lesen musste, hat mich schon sehr erschrocken bzw. mir wurde sehr schnell einiges klar. Es war ein großes Aha-Erlebnis. Die ständigen Schmerzen in den Beinen, die Neigung zu blauen Flecken und ‒ wie ich es schon als Jugendliche gerne selber sagte ‒ dass meine Beine aussehen wie „Wurst in der Pelle“.

 

Das KIND hatte also einen Namen, nämlich Lipödem

Mir hat es erst einmal das Pipi in die Augen getrieben, ich wurde wütend auf die ganzen Ärzte, auf meine Stiefmutter, Verwandten und Bekannte, die mich immer als dick und fett beschimpften und undiszipliniert nannten. Denn ich wurde einfach nicht dünner.

Nach dem ersten Schock bin ich zu meinem Hausarzt, der mich wirklich sehr ernst nahm, sich meine Beine anschaute und den Verdacht des Arztes aus der Reha bestätigte. Er schickte mich zu einem Phlebologen. Zusätzlich verordnete mir mein Hausarzt sofort flachgestrickte Kompressionsstrümpfe. Außerdem meinte er, sobald die Diagnose richtig gestellt ist, möchte er mich dann am liebsten sofort zu einer Reha schicken. Mein Hausarzt gab sich große Mühe, mir zu erklären, was diese Erkrankung für Auswirkungen auf mich hat und wie die Behandlung aussieht.

Ich bin also einige Wochen später ‒ mit meinen inzwischen fertigen Kompressionsstrümpfen ‒ zu dem Phlebologen, den mir mein Hausarzt empfohlen hatte. Auch dieser bestätigte die Diagnose Lipödem, meinte aber, was die Strümpfe sollen, man könne ja schließlich kein Fett auspressen, und ich solle lieber mal abnehmen. Ein sehr unverschämter Arzt, was mir und meinem Selbstbewusstsein einen ziemlichen Dämpfer verpasste. Ihr könnt Euch sicherlich vorstellen, wie ich mich fühlte.

Monika erzählt ihre Geschichte mit dem Lipo-Lymphödem

Ihr Hausarzt bestägte die Diagnose Lipo-Lymphödem

Nach der Diagnose Lipödem verordnete der Hausarzt Kompressionsstrümpfe

Als die Diagnose schriftlich war!

Einige Tage später bei meinem Hausarzt war dieser froh, die Diagnose „Lipödem“ jetzt schriftlich zu haben und tat das andere Blabla seines „Kollegen“ als Unsinn und unverschämt ab. Mit der Diagnose konnte er etwas anfangen und stellte zusammen mit mir einen Antrag auf Reha. Leider ging auch dieses Prozedere nicht ohne Probleme über die Bühne.

Nach der Ablehnung durch die Krankenkasse suchte ich einen Anwalt auf. Nach einem Schreiben von ihm wurde ich von der Krankenkasse aufgefordert, in die Ödemklinik „Haus am Schloßpark“ nach Bad Berlburg zur Begutachtung zu fahren. Unter großer Anspannung fuhr ich los. Als ich dort ankam und die vielen, vor allem weiblichen Patienten sah, erkannte ich mich sofort in ihnen wieder und wusste: „HIER BIST DU RICHTIG, MONIKA“.

Der zuständige Arzt untersuchte mich gründlich, stellte Fragen und kam zu dem Entschluss, dass auf jeden Fall eine Reha für mich wichtig ist. Die Strümpfe, die ich hatte, waren leider nicht die richtigen, ich brauchte also neue. Der Arzt schickte mich innerhalb des Hauses in ein Sanitätshaus, dort wurde ich ausführlich beraten, welche Strümpfe gut für mich sind und was auf der Verordnung stehen muss.

Das ist meine Geschichte!
Eure Monika

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Kommentare

9 Antworten

  1. Liebe Monika,
    danke für deine Offenheit. Magst du sagen, was an den Kompressionsstrümpfen falsch war?
    Ich bin selbst noch Neuling auf diesem Gebiet. Habe vor wenigen Wochen die ersten langen Strümpfe mit Bermuda bekommen.

    1. Hall Mara,
      es waren die von Bauerfeind, die saßen einfach nicht richtig und waren für mich total ungeeignet, schnitten auch ein. Zwischendurch bekam ich dann welche von Jobst und inzwischen habe ich die Strümpfe mit Bermuda von Juzo

  2. Liebe Monika,
    danke für deine Geschichte. Gratulation zu dem Hausarzt! Der Phlebologe hat ja wohl seinen Beruf verfehlt, wenn er sich nur annähernd so ausgedrückt hat, wie du beschreibst. Ich finde deine Fotos und insbesondere das Outfit mit der lilafarbigen Batik-Kompression von Juzo sehr gelungen. Du strahlst so schön darauf.
    Alles Gute weiterhin mit der richtigen Kompression!

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