Gewöhnen Sie sich daran

Nadine

Nadine

Bloggerin

Vorher Nachher Nadine Schauer

Ich bin Nadine, eine 39-jährige, verheiratete Mutter von zwei zauberhaften Töchtern. Ich arbeite Vollzeit als Standesbeamtin und im Einwohnermeldeamt und spiele trotz Lipödem leidenschaftlich gern Handball.

Gewöhnen Sie sich daran!

Gewöhnen Sie sich dran! Das war ein Teil der Worte der Ärztin, die die Diagnose LIPÖDEM bei mir gestellt hatte. Die Vermutung hatte bereits meine Hausärztin und sie hatte mir bereits vorsorglich Kompression und Lymphdrainage verordnet.

Was ich von der Fachärztin erwartete war eine Lösung des Problems. Keine leeren Phrasen. Ihre Figur (Size Zero) findet schließlich auch nicht jeder schön. Sie hat das Problem also nicht verstanden. Die Optik ist das eine. Meine Beine sehen ganz sicher nicht schön aus. Das weiß ich auch. Aber ich bin eine selbstbewusste Frau, die sich nicht versteckt. Ich mache Sport, auch vor Publikum. Je mehr desto besser. Aber auch beim Handball habe ich gemerkt, dass das eigentliche Problem, die Schmerzen nämlich, immer schlimmer wurde. Und daran möchte ich mich ganz einfach nicht gewöhnen.
Alles in allem ein niederschmetternder Arztbesuch, der für mich mit Tränen endete. Aber auch ein Weckruf. NEIN ICH GEWÖHNE MICH NICHT DARAN! Zeit also, Dinge bewusst zu ändern. Mehr Bewegung und bessere Ernährung.

Seitdem ist ein gutes Jahr vergangen und ich war ziemlich erfolgreich. In der Zeit habe ich fleißig auf die Kalorienzufuhr geachtet und jeden Tag mindestens 10.000 Schritte gemacht. An den Wochenenden stand Wandern und Radfahren auf dem Programm. Handball kam in der Zeit wegen Corona leider viel zu kurz aber wann immer möglich natürlich Training und Spiele.

Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen. 35 Kilogramm Differenz zeigt die Waage. Ich brauchte neue Kompressionsstrumpfhosen, weil die alten jetzt wie Jogginghosen sitzen. Ich fühle mich jünger, fitter und auch attraktiver.

Natürlich hat sich die Optik geändert. Aber das eigentliche Problem ist nach wie vor nicht gelöst. Es ist kleiner geworden. Ich habe deutlich weniger Schmerzen. Aber sie sind immer noch da. Mal mehr, mal weniger. Niedriger Luftdruck macht mir zum Beispiel sehr zu schaffen. Die Kompression hilft mir da sehr. Die neuen Strumpfhosen  sind jetzt auch nicht mehr hautfarben und schwarz. Ich habe mich für dunkelblau und Magenta entschieden. Sie werden jetzt nicht mehr unter langer Kleidung versteckt. Man darf und soll sie ruhig sehen. Ich hätte gern mehr davon.

Zwischenzeitlich war ich bei einem anderen Arzt. Er konnte mir leider auch nicht helfen. Er ist damit aber offensiv umgegangen, war sehr respektvoll und hat mir einen anderen Arzt empfohlen, der für meine Krankheit geeigneter ist. Ich werde es auf jeden Fall versuchen und dranbleiben. Denn es bleibt dabei. Ich möchte mich nicht daran gewöhnen. Und das sollten wir alle nicht.

Glaubt an Euch!

Eure Nadine.

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Kommentare

2 Antworten

  1. Meine Ärztin damals zu mir, als sie die Diagnose stellte: Sie brauchen Kompression, sonst haben Sie irgendwann diese Elefantenbeine.

    1. Hallo Nadine,
      super, du hast echt toll abgenommen! Glückwunsch, Du siehst wunderschön aus.
      Das zeigt mir, ich muss mal aus meinem Tief raus und wieder anfangen auf meine Ernährung zu achten. Ich will auch dahin.
      GLG Silke

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