Die Diagnose Lipödem und wie sich mein Leben verändert hat

Emily

Emily

Bloggerin

Emilys Beitrag zur Diagnose

Mein Name ist Emily, ich bin 21 Jahre alt und in der Ausbildung zur medizinischen Fachangestellten. Ich habe zwei besondere Hobbys – Feuerwehr und Kraftsport. Obwohl ich dieses Jahr die Diagnose erhalten habe Lipödem, ließ ich mich nicht unterkriegen.

Die Diagnose Lipödem

Nun ja wie geht man erstmal damit um, wenn man dies gesagt bekommt … Nervenzusammenbruch? Oder sich doch aus Angst zurückziehen, weil man schon Jahre lang Sprüche bekommen hat, dass man zu fett sei, zu unsportlich und sonstige Gemeinheiten, die einen mental ganz schön zu schaffen machen.

Nein, ich habe den Mut gefasst offen darüber zu sprechen, wie es ist, wenn man mit Anfang 20 die Diagnose Lipödem erhält. Im ersten Moment dachte ich, dass mein Leben vorbei wäre. Doch im Gegenteil. Es hat sich komplett verändert. Ich fühlte mich auf einmal komplett anders und verstanden. Jeder wusste jetzt, was ich habe und warum ich diese Schmerzen nach der Arbeit hatte.

Der Anfang der Therapie mit Kompression

Als ich das erste Mal beim Ausmessen im Sanitätshaus war, war das nicht leicht für mich. Ich habe mich dafür geschämt, ohne jeglichen Stoff über meinen Beinen im Raum zu stehen. Doch die Damen nahmen mir ganz schnell die Angst, da sie mir nur helfen wollten. Ab dem Zeitpunkt war ich erleichtert und auch ein bisschen stolz auf mich, dass ich diese Hürde geschafft hatte. Seit diesem Moment traue ich mich auch, ohne Angst und Scham, Röcke und Kleider in der Öffentlichkeit zu tragen. Das habe ich jahrelang nie angezogen.

Mein Leben bis jetzt mit der Kompression

Es hat sich viel verändert. Ich werde mittlerweile respektiert, dass ich diese Krankheit habe und damit offen umgehe. Ich möchte damit auch anderen zeigen, dass sich keiner verstecken muss!!

Ich lebe jeden Tag mit der Kompression, ohne Probleme und ohne jegliche Angst. Es fühlt sich jeden Tag richtig an, alles zu geben, um den Kampf gegen das Lipödem weiterzugehen und mit einem Lächeln zu starten.
Ich bin dankbar dafür, dass ich mich getraut habe, diese Krankheit diagnostizieren zu lassen, um Gewissheit zu bekommen. Ja ich bin an Lipödem erkrankt, aber aufgeben ist keine Option. Ich werde weiter kämpfen und fühle mich dabei wohl. Stark sein kommt nicht von außen, sondern von innen.

In dem Sinne bis bald
Eure Emily

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Kommentare

Eine Antwort

  1. Hallo ich bin Steffi und bin 36 Jahre ich habe am Mittwoch die Diagnose Lipödem bekommen.
    Irgenwie bin ich erleichtert und irgendwie auch überfordert.

    Aber es tut gut bei euch zu lesen.

    Gruß Steffi

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