Martine
24.September 2019 | Lipödem & Ernährung

Der alltägliche Kampf mit dem Heißhunger

Wer kennt es nicht? Man sitzt Abends vor dem Fernseher und es überkommt einen die Lust nach etwas Süßem. Schokolade oder Eis? Und man wird den Gedanken nicht mehr los, bis man dazu greift. Und danach plagt einem das schlechte Gewissen, vor allem wenn man den ganzen Tag doch so auf seine Nahrung geachtet hat. Aber wo kommen diese Heißhungerattacken eigentlich her? Warum kommen sie und wie kann man sie überwältigen?

Wie entsteht eigentlich Heißhunger?

Das Wichtigste ist es, ehrlich mit sich selbst zu sein, um die Ursache der Heisshungerattacken zu finden. Gebe ich meinem Körper die Nährstoffe die er benötigt? Oder bekomme ich sie eventuell sogar krankheitsbedingt? Heisshunger kann auch durch ein Krankheitsbild entstehen, wie z.B. durch Medikamente, Hormonwechsel-, Stoffwechsel-, Leberprobleme oder durch psychische Probleme. Dies sollte als Allererstes ausgeschlossen werden. Heut zu Tage haben wir Probleme uns ausgeglichen zu ernähren. Keine Zeit oder Lust großartig zu kochen und es muss immer alles schnell, schnell gehen. Auch das Essen an sich. Geben wir unserem Körper allerdings nicht das was er braucht, reagiert er darauf. Man wird müde, hat keine Energie, und er reagiert mit Heißhungerattacken um sich diese Energie schnellst möglichst zu holen. Allerdings beruhigt man, z. B. mit Schokolade, nur den Körper, hat aber keine langzeitige Wirkung. Der Zuckergehalt unseres Körpers macht extreme Sprünge, von ganz oben nach ganz unten. Diesen Zuckergehalt, sollte man allerdings im Gleichgewicht behalten.

Heißhungerattacken vermeiden

Es gibt aber auch ganz einfache Hilfsmittel, diesen Zuckergehalt aufrecht zuhalten:

Man sollte regelmäßig essen, keine zu langen Pausen, sonst geht der Zuckergehalt nach ganz unten, und man bekommt umso mehr Hunger, und die Gefahr vom überfressen besteht oder, man greift gerne zu zuckerhaltigem oder fettigem Essen. Außerdem ist reichlich Eisen wichtig und man sollte  eher nach langsam verdaulichen Kohlenhydraten greifen. Zum Beispiel Vollkornnudeln an Stelle von Weißmehlnudeln.

Auch sollte man langsam essen, um das Sättigungsgefühl zu erreichen und sich auf das Essen konzentrieren. Also keine Medien beim Essen.

Eine andere Möglichkeit, aber auch eine sehr schwere Lösung ist es, die Heißhungerattacken zu ignorieren. Diese halten nur bis zu einer Viertelstunde an. Ablenkung wäre hier genau das Richtige. Wie Wohnung aufräumen, spazieren gehen, oder Ähnliches. Auch eine Möglichkeit wäre es einen Kaugummi zu kauen, um den Magen zu beruhigen oder sogar Zähne putzen, weil die Psyche dann beruhigt wird, da man dann ja nichts mehr isst.

Aber das Allerwichtigste um Heißhunger zu vermeiden, ist es vorzubeugen und dem Körper die richtige Nährstoffe zugeben. Wichtig ist es schon mal regelmässig zu essen, und so den Zuckergehalt aufrecht zu halten und nicht zu risikieren, dass er in den Keller geht. Aber es kommt auch sehr oft vor, dass unser Körper Hunger mit Durst verwechselt. Es ist also wichtig, dass wir ausreichend an Wasser zu uns nehmen. Wasser oder ungesüßte Tees. 1,5 Liter bis 2 Liter sind da schon Mindestmasse.

Essen planen

Besonders wichtig ist ein nahrhaftes Frühstück, um Dich für den weiteren Tag mit Ballaststoffen, Vitaminen und Eiweiß auszustatten. Bekommt man zwischendurch doch mal Hunger, sollte man eher auf Obst, Nüssen oder Quark zugreifen. Diese geben einem Energie, lassen den Zuckerspiegel aber nicht zu hoch steigen.

Vielleicht solltest Du, wenn du betroffen bist, deinen Alltag mehr planen. Essen planen, Pausen planen, und sogar die Arbeitsstrecke? Gehst du jeden Tag an der guten Imbissbude entlang, der du nicht widerstehen kannst? Dann such dir einen anderen Weg aus, und vermeide einfach den Blick der Imbissbude. Plane wann du was isst. Wichtig ist, 3 Mahlzeiten zu sich zunehmen. Mische gerne Obst mit Gemüse über den ganzen Tag. Auch Obst kann den Zuckergehalt anheben. Verteile lieber verschiedene Obststücke über den Alltag an Stelle alles beieinander zu essen.

Herausfinden was einem fehlt

Ich habe in meinem Leben noch nicht viele Heißhungerattacken gehabt. Ich nehme keine Chips, Eis, Kuchen, Schokolade oder Süßigkeiten zu mir. Habe auch nie das Bedürfnis gehabt. Aber ich mache mir auch viele Gedanken über Ernährung und ernähre mich ausgewogen und nehme jeden Tag Obst und Gemüse zu mir. Und ich liebe mein Frühstück morgens - mit frischem Obst und Haferflocken. Hält lange und ich habe kein Verlangen nach was Süßem.

Aber wenn wir ehrlich sind, braucht das Ganze auch viel Charakter. Im Internet findet man viele Tabellen, was dem Körper fehlt, wenn man Lust auf etwas bestimmtes hat. Bist du betroffen, kannst du dir ja mal eine solche Tabelle raussuchen.

Eure Martine

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