Katja
02.März 2018 | Mein Lipödem

Lipödem: Von der Diagnose zu Lipoletic

Hallo ihr Lieben,

ich heiße Katja, bin 39 Jahre alt und wohne in Mainz. Die Diagnose "Lipödem Stadium 2" habe ich vor einem guten halben Jahr bekommen. Wann es bei mir begonnen hat, kann ich eigentlich gar nicht sagen, weil ich als Kind dick war und viel zu früh in die Pubertät kam. Mit 21 und 22 Jahren habe ich meine Kinder bekommen und wog 120 Kilo. Irgendwann in dieser Zeit ging es los.

Bloggerin und Lipoletic Trainerin Katja

Vor zwei Jahren stupste mich eine Sani-Dame an und gab mir die Flyer verschiedener Kompressionsstrumpf-Hersteller in die Hand. Das fand ich nicht so nett, googelte nach der Krankheit und habe heulend beschlossen, dass ich das Lipödem dann doch nicht habe, sondern nur fette hässliche Beine, die sich auch von 4 Wochen Fastenkur nicht so wirklich beeindrucken ließen.

Die Diagnose

Letzten Sommer gab ich mir einen Ruck und holte mir die Diagnose ab – Schreck und Erleichterung zugleich. Neben dem langsamen Verdauen, was das nun eigentlich alles beinhaltet und für mein Leben bedeutet, machte ich mich sofort auf, Alternativen zu suchen, denn so etwas wie „chronisch“ und „nicht heilbar“ wollte ich nicht akzeptieren. Das tue ich bis heute nicht.

Das geht auch gar nicht, denn durch meinen Beruf bin ich jeden Tag sehr stark mit den Tücken der Krankheit konfrontiert. Nicht nur wegen der Schwere der Beine oder der Schmerzen, die liebe Kompri macht es mir sehr schwer. Ich bin Opernsängerin und stehe in Kostüm und Maske auf der Bühne, singe und bewege mich. Manchmal lange auf einer Stelle stehend, manchmal kniend, oder auch mit Tanzen und Rennen und alles noch im Scheinwerferlicht. Wie soll ich noch gegen die Kompression atmen, stützen und Töne produzieren? Da schleicht sich bei mir manchmal ganz schön Angst ein, diesen Beruf irgendwann nicht mehr ausüben zu können.

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Mein Weg zu Lipoletic

Ich suchte wie wild im Internet nach alternativen Heilmethoden. Ihr kennt das alles bestimmt. Es wird viel versprochen, das helfen soll. Auf einer anderen Website wird es dann völlig zerrissen. Als Neuling hat man es da ganz schön schwer und so bin ich sehr froh über Selbsthilfegruppen, die ja letztendlich neben den Lymph-Therapeuten und den Sani-Damen die besten Informationsquellen sind und den Blogs, die dank mutiger Frauen immer stärker werden und einen auch emotional richtig auffangen können. Zumindest ging es mir nach meiner Diagnose so.

So stieß ich dann vergangenen Sommer durch zwei Links auf Lipoletic, was für mich mittlerweile ein wichtiger Teil meines Lebens geworden ist. Nur sechs Tage nach der Diagnose stand ich bei Kai Amberg, dem Entwickler der Methode, zwischen Physiotherapeuten, Trainern und auch Heilpraktikern auf der Matte und machte meinen Trainerschein für das BodenYoga, was einen großen Teil bei Lipoletic einnimmt.

Ich hatte jahrelang keinen richtigen Sport mehr gemacht und war völlig untrainiert, aber schließlich ging es mir auch von Anfang an darum, anderen, denen es noch schlechter geht als mir, genau diese Übungen erklären und in meinem Stadium vormachen zu können, um auch selber am Ball zu bleiben.  Der Weg ist das Ziel, oder wie mein Arzt so schön sagte: „Sie wollen also aus Sch… Dünger machen, das finde ich gut!“

Lipoletic Trainerin Katja

Lipoletic 2.0

So wurde ich die erste unoperierte Lipoletic-Trainerin und arbeite seitdem mit dem Team weiter daran, das System zu optimieren, das Lymphsystem zu integrieren, um uns Lipödem-Ladies ein Programm anbieten zu können, das wieder beweglicher macht, Schmerzen in den Griff bekommt und das Leben wieder erleichtert.

Lipoletic in der Version 1.0 findet ihr auf der Website www.lipoletic.de. Wir sind im Umbau, machen und tun, schmeißen um und drehen neue Videos, damit ihr bald ein neues, optimiertes Online-Programm (Lipoletic 2.0) bekommt, das ihr wie bisher bequem zwischen allen täglichen Herausforderungen zu Hause machen könnt.

Wenn ihr mögt, schaut doch mal auf unsere Webseite oder auf Facebook vorbei, löchert uns dort mit Fragen und gebt uns euer Feedback. Ich melde mich gerne zurück. Wenn ihr mehr erfahren wollt, solltet ihr in meine Podcast-Folge mit Mind Body Life reinhören!

Bis dahin, habt eine schöne Zeit!

Eure Katja

Fotoquelle: www.andreaschombara.de

1 Kommentare
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Uwe vom Lipoletic-Team

Hallo,

vielen Dank für den schönen Artikel. Wir haben natürlich auch gleich einen Link auf unserem LipoBlog gesetzt, den ich hier gerne verlinke.

Liebe Grüße
Uwe

am 03.03.2018 | 12:25

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