Petra
06.August 2020 | Mein Lipödem

Lipödem und Sport

Servus, mein Name ist Petra und dies ist mein erster Beitrag auf dieser Seite. Seit einiger Zeit lese ich den Blog aktiv mit - die Themen sind sehr interessant.

Petra zeigt wunderschöne Aussicht

Über mich

Ich lebe seit 35 Jahren mit der Diagnose Lipödem und diese ist und war nicht immer leicht. Es gab sehr viele Höhen und Tiefen und man kämpft in vielen Bereichen: für Behandlungen und Hilfsmittel, gegen Vorurteile, gegen sich selbst und gegen die Schmerzen.

Nachdem sich das Lipödem jahrelang immer wieder verschlechtert, aber durch intensive Therapien wieder verbessert hat, habe ich seit dem Jahr 2000 einen Weg gefunden, es in Schach zu halten: SPORT!

Konsequent und regelmäßig Sport treiben

Bereits vor der Diagnose und auch danach habe ich Sport getrieben: nicht regelmäßig und ausdauernd, vielleicht zweimal die Woche. Im Jahr 2000 wollte ich es wissen: ich hab mit dem Joggen begonnen - regelmäßig, fast täglich. Die Ausdauer wurde dadurch immer besser und meine Beine haben es mir gedankt: ich konnte meinen Umfang halten und die Schmerzen sind erträglicher geworden.

Seit dieser Zeit treibe ich konsequent und regelmäßig Sport – ich variiere zwischen den verschiedenen Sportarten: Jogging, Nordic Walking, Fahrradfahren: Mountainbike oder Touring, Step Aerobic, Muskeltraining, Yoga. In jeder Woche gibt es einen Ruhetag. An den anderen Tagen versuche ich grundsätzlich aktiv zu sein.

Wenn mich jemand fragt, welche Sportart für das Lipödem die Beste ist, kann ich keine klare Auskunft geben. Fahrradfahren ist gelenkschonend, Muskelaufbau ist wichtig. Bei mir hängt vieles von der Gemütslage ab: es gibt Tage, da muss man sich auspowern und ich kann dies am besten beim Joggen oder bei Step Aerobic. An anderen Tagen muss ich es einfach ruhiger angehen lassen: es reicht eine Nordic Walking Tour von 1,5 Stunden oder 1 Stunde Muskeltraining.

Bloggerin Petra unterwegs mit dem Mountainbike

Bewegung ist das A und O

Mittlerweile haben sich mein Körper und auch meine Beine an diese Bewegungen gewöhnt und wenn ich tatsächlich einmal 2 Tage keine Zeit für Sport habe, fühle ich mich unwohl und möchte dies unbedingt nachholen.

Nach dem Sport hat man ein gutes Gefühl, man fühlt sich zwar vielleicht müde und ausgepowert, aber nach dem Duschen fühlen sich die Beine sehr gut an und der Schmerz ist für einige Zeit weg. Ich kann jeder Lipödem-Patientin nur empfehlen, sich so viel wie möglich zu bewegen.

Bewegung tut dem ganzen Körper gut, regt sehr viele Funktionen im Körper an und ist für das Lipödem – meiner Meinung nach – die beste Medizin. Die Bewegung, bzw. die Sportart soll jeder individuell für sich auswählen – es muss Spaß machen. Grundbedingung dabei ist immer das Tragen der Kompressionsstrumpfhosen.

Allerdings muss man sagen, dass man mit den Jahren natürlich mit dem Verschleiß kämpfen muss, es kommen Schmerzen hinzu, mit denen man in jüngeren Jahren nicht gerechnet hat. Bei mir ist es hauptsächlich die Lendenwirbelsäule, die mir Schmerzen bereitet. Manche Sportarten verstärken die Schmerzen, aber als Lipödem-Patientin hat man gelernt, zu kämpfen und auch mit diesen Einschränkungen umzugehen.

Ich wünsche euch allen viel Spaß beim Sport, seid mutig und konsequent, aber nicht zu streng zu euch selbst!

Eure Petra

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