Lipödem und ketogene Ernährung

Mandy

Mandy

Bloggerin

Mandys ketogene Ernährung

Hallo ihr Lieben, heute möchte ich Euch von meinen persönlichen Erfahrungen zur ketogenen Ernährung berichten.
Was ist das, wie macht man das, was erhoffe ich mir langfristig davon und was kann man dabei essen?

Ich habe damit schon mal angefangen. 6 Wochen hielt ich es durch. Dann stand eine OP im Krankenhaus an und all die Arbeit der letzten Wochen war hinüber. Zuletzt kam meine Depression, die den Neustart unterbunden hat. Nun lebe ich aber endlich wieder Ketogen.

So manche wird sich wahrscheinlich gerade fragen: Was zur Hölle bedeutet ketogen?
Für alle, die sich darunter nichts vorstellen können ist hier eine kleine Einführung, bevor ich Euch von meinen Erfahrungen erzähle.

Ketogene Ernährung: Was ist das?

Im Grunde ist es eine körperliche Umstellung vom gängigen Zuckerstoffwechsel in den Fettstoffwechsel. Das nennt man auch Ketose. Wer fastet, hat das wahrscheinlich schon öfter mal gemacht. Nur bei dieser Form der Ernährung wird gegessen – genussvoll, fettreich und mit viel Gemüse im Idealfall.

Der Körper ist bekanntlich darauf ausgelegt, überschüssige Energie aus Nahrung direkt als Fett einzulagern für „schlechte“ Zeiten. Diese gibt es heutzutage in unserer Überfluss-Gesellschaft (fast) nur noch in armen Ländern oder wenn wir bewusst fasten. Es sammelt sich also im Laufe des Lebens gerne mal das ein oder andere Fettpolster an. In der ketogenen Ernährung wird dieser Zustand vom Körper anvisiert.  Man verzichtet auf Kohlenhydrate und holt sich seine Energie aus Fett.

Wie macht man das?

Man stellt seine Ernährung um, was anfangs nicht leicht sein kann. Die Ketogrippe ist nichts für schwache Nerven, aber es lohnt sich die 4-10 Tage durchzuhalten.

Schwindel, Durchfall, Kopfschmerzen, Kraftlosigkeit, Einschränkung der Ausdauer, Müdigkeit, Schmerzen, unreine Haut, zittern und Heißhunger auf alles was Kohlenhydrate und Zucker enthält. Das alles können Symptome sein. Man darf nicht vergessen, dass es eine große Umstellung für den Körper ist, die eben dauert.

Wer sich ketogen ernährt hat in etwa folgende Nährwertverteilung:

  • 5% Kohlenhydrate (20-30 g höchstens)
  •  15-20% Eiweiß (je nach Körpergewicht)
  • 75-80% Fett

Man sollte auf hochwertige und kaltgepresste Öle achten, Weidebutter nutzen und in der Anfangszeit empfiehlt es sich tatsächlich auch alles abzuwiegen und zu tracken, was man so isst. Wer abnehmen möchte, sollte natürlich ein Defizit einhalten.

Diese Art der Ernährung eignet sich aber nicht für jeden und sollte immer erst mit dem Arzt abgesprochen werden. Wer Gallen- oder Leberprobleme hat, untergewichtig oder schwanger ist, Hashimoto und/oder Diabetes hat, sollte definitiv erst einen Arzt aufsuchen. Genauso ist es nicht förderlich, im Dauerstress zu sein oder sich vorher nicht gut darüber zu informieren.

Warum habe ich das gemacht?

Was ich mir davon erhofft habe und was sich in den 6 Wochen (Februar/März) auch für mich persönlich bestätigt hat:

  • Keine Lipödemschmerzen
  • Keine Stimmungsschwankungen
  • Wesentlich weniger Wassereinlagerungen
  • Gewichtsabnahme
  • Mehr Energie und Ausdauer
  • Bessere Haut
  • Keinen Heißhunger und keine Fressattacken mehr
  • Abnehmen mit viel Genuss
  • Kein emotionales Essen mehr
  • Besseres Lebensgefühl

Die 6 Wochen im Februar und März haben mir gezeigt das dies alles möglich ist. Klar, die Umstellung ist hart, aber ich hatte plötzlich keine Schmerzen mehr und die haben mich oft sehr belastet. Die Wassereinlagerungen sind auch weniger geworden. Der Rest ist mehr oder weniger wünschenswertes Beiwerk für mich.

Was esse ich jetzt eigentlich?

Ich esse unglaublich viel grünes Gemüse aber auch anderes wie Möhren, Paprika und Blumenkohl. Ich backe mir auch mal selbst ein ketogenes Brot, esse Käse, Fleisch, Nüsse, Mandeln und Fett – davon möglichst nur gute kaltgepresste Öle und Weidebutter.

Trinken kann man eigentlich alles, was keinen Zucker enthält. Meine Favoriten sind ungesüßte Tees, Bulletproof Coffee und Wasser. Man sollte bei der ketogenen Ernährung auch wirklich viel trinken. 3-4 Liter klingen viel, aber das hilft dem Körper gerade in der Anfangszeit die Zuckerspeicher auszuspülen und gegen die Symptome vorzugehen. Da empfiehlt sich auch gerne mal etwas Brühe zu schlürfen. Ich hoffe, ich konnte Euch einen kleinen Einblick verschaffen und stehe gerne für Fragen zur Verfügung.

Habt noch eine schöne Zeit,

Eure Mandy /Kopfcomic

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Kommentare

3 Antworten

  1. Hallo Mandy,
    danke schön für diesen Bericht….. ich habe vor 6 Monaten auch mit der ketogenen Ernährung begonnen und ich kann deine Erfahrungen nur bestätigen.
    Es ist am Anfang wirklich schwer, doch nach ca. 2 Wochen hatte ich schon eine Schmerz Reduzierung in den Beinen von 80% (um es mal so auszudrücken).
    Ich hatte starke Schmerzen in den Beinen auch wenn ich zur Ruhe kam und die Beine endlich hochlegen konnte wurden die Schmerzen nicht erheblich besser. Auch meine Nachtruhe wurde regelmäßig gestört durch die starken Schmerzen.
    Ich bin heute zu 95% schmerzfrei!!! und wenn ich so richtigen Heißhunger auf Süßes habe, denke ich wie schön es ist schmerzfrei zu sein und schon habe ich kein Verlangen mehr auf süßes.
    Bestätigen kann ich auch die positiven Veränderungen auf die Psyche, Ausdauer, Körpergefühl und Gewichtsreduzierung! Und ich treibe keinen Sport! Ich habe in 6 Monaten 6,7cm Umfang an den Oberschenkeln verloren! Ich hätte meine Sanifee am liebsten umarmt vor Freude, alternativ habe ich gejubelt mit ihr
    An alle Mädels da draußen, versucht es und haltet durch. Es lohnt sich.
    Ich habe die Diagnose Lipödem Stadium II in den Beinen, vor 4 Jahren diagnostiziert. Allerdings seit 30 Jahren starke Schmerzen etc. in den Beinen.
    Es grüßt herzlich Andrea

  2. Wow, danke Andrea für deinen ausführlichen Kommentar. Ich habe mich sehr darüber gefreut das auch du diese positiven Aspekte bei dir erleben kannst. Ich bin auch so happy das diese Schmerzen endlich fast verschwunden sind. Wenn ich mal Lust auf etwas süßes habe zaubere ich mir tatsächlich auch gerne mal Pralinen aus zuckerfreier Schokolade oder backe mir auch mal etwas mit Xylit und Erytrit statt Zucker. Gibt ja mittlerweile so unglaublich viele tolle und erprobte Rezepte ohne Zucker und Mehl. Ich wünsche dir eine wundervolle Adventszeit und frohe Feiertage. Lass es dir gut gehen und sei stolz auf das was du bereits erreicht hast.
    Bis bald und liebe Grüße,
    Mandy

    1. Hallo Mandy,
      sehr gerne habe ich Dir geschrieben. Ich finde es toll, wie Du und auch die anderen Mädels, jede Woche aufs neue interessante Infos für Lip/Lymphödem Betroffenen schreibt.
      Ohne Eure Infos hätte ich es bestimmt nicht so gut geschafft mich mit der Diagnose „anzufreunden“. Mittlerweile habe ich die Diagnose in mein Leben integriert, sie gehört einfach zu mir. Und es klappt ganz wunderbar, dank der super Infos!
      Bitte macht weiter so….
      Ich wünsche Dir eine schöne Advent‘s und Weihnachtszeit
      Herzliche Grüße Andrea

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