Lipödem hat 1000 Gesichter

Saskia

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Eigentlich hatte ich schon etwas länger den Verdacht, dass etwas nicht stimmt. Meine Mutter sah einen Bericht in den Medien über Lipödem und machte mich darauf aufmerksam. Ich recherchierte etwas und machte einen Termin in einer Venenklinik. Dort traf ich leider auf eine nicht sehr kompetente Ärztin, die mir sagte es könnte ein Lipödem sein oder auch nicht. Sie verschrieb mir rundgestrickte Kompressionsstrümpfe und das war es dann. Ich fühlte mich allein gelassen und wusste nicht so richtig, was zu tun war. Die Strümpfe drückten und saßen wegen der dicken Oberschenkel nicht richtig. Zweifel kamen über mich, ich schob das Thema beiseite und glaubte nicht, dass ich diese Krankheit wirklich habe.

Zweite Diagnose

Leider wurden nach einiger Zeit meine Gefühle immer stärker, dass mit meinem Körper etwas nicht stimmte. Ich habe in fünf Jahren insgesamt 20 Kilo zugenommen und auch meine Proportionen veränderten sich zunehmend. Ich habe Druckschmerzen bekommen und meine Beine fühlten sich abends an wie Blei. Also machte ich einen Termin beim Phlebologen. Im Dezember 2019 erhielt ich dann die Diagnose Lipödem Stadium II. Nach dem ersten Schock war es auch eine Erleichterung, da ich endlich den Grund für die Veränderung meines Körpers kannte.

Erste Schritte nach der Diagnose

Ich hatte immer wieder mal Phasen in meinem Leben in dem Sport zu meinem Alltag gehörte, aber leider hielten die Phasen immer nur kurz an. Ich wollte seit der Diagnose meinem Körper etwas Gutes tun und versuchte nun Sport in meinen Alltag zu integrieren. Als berufstätige Mama muss man sich diese Zeit bewusst aus dem Alltag abzwacken. Mir geht es in erster Linie nicht darum Gewicht zu verlieren, sondern stärker zu werden sowie Muskulatur
aufzubauen.

Nun bin ich schon vor langer Zeit auf das Profil der bezaubernden Marie_Soraya gestoßen und habe im Januar ihr Programm ausprobiert. Ich habe nochmal neue Ernährungsansätze mitbekommen, aber was für mich noch wichtiger ist ich habe die Liebe zum Sport für mich entdeckt. Ich habe gemerkt wie gut mir das tut und dass ich das auch brauche um alles, was sich ansammelt rauszupowern. Durch das Programm habe ich schnell kleine Erfolge am Bauch und in der Taille gemerkt und mein kompletter Körper wurde trotz des Lipödem fester und stärker.

Durchhalten

Ich habe auch Tage an denen es mir schwer fällt Sport zu machen, weil die Beine mal wieder so schmerzen und schwer sind. Aber was sagt Marie so schön: „Nicht das Anfangen wird belohnt, sondern das Durchhalten und Wiederaufstehen.“ Was ich für mich erkannt habe ist, dass ich mich jetzt nicht mehr schuldig fühlen brauche, sondern mit Stolz meine Sportleggins tragen kann.

Auf Reisen mit der Krankheit

Ich bin mit dieser Krankheit auf einer Reise. Es wird immer wieder gute und schlechte Tage geben. Ich möchte Euch mitnehmen und zeigen was für Höhen und Tiefen mich mit dieser Krankheit begleiten werden.
Ich bin froh die Lipi-Community gefunden zu haben. Diese gibt mir Kraft und ich hoffe, dass ich Euch da
draußen auch Kraft und Zuversicht schenken kann.

Liebe Grüße
Eure Saskia

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