Der Schock nach der Liposuktion

Tanja

Tanja

Bloggerin

Schock nach der Liposuktion | FRAUENSACHE

Hallo meine Lieben,

lange habe ich nichts von mir hören lassen. Aber ich denke ich habe jetzt ein Thema, was viele von euch auch haben erleben müssen: Meine letzte Liposuktion liegt nun 9 Monate hinter mir. Was ist in dieser Zeit alles passiert?

Nach der letzten Liposuktion kam der Schock

Im Dezember 2017 ging es endlich zur letzten OP. Da mein Körper leider gar nicht auf den Dämmerschlaf reagierte, entschied ich mich wieder für eine Vollnarkose. Ich war so aufgeregt: Endlich hat mein Leiden ein Ende. Nur noch ein paar Wochen OP-Mieder und endlich keine Lymphdrainagen mehr. Es sollte aber alles anders kommen.

Aufwachen. Erster Eindruck: Glück. Blick auf meine Beine: Gehören die Waden zu mir? Ist das wirklich meins? Ich muss ehrlich gesagt sagen, ich war wie im Schock. Es war mir nicht bewusst das 5cm pro Wade so viel sein können. Leider wurde ich hier auch nicht drauf vorbereitet. Mein Kopf, meine Psyche, hat das monatelang überhaupt nicht verstanden, dass dies nun meine Waden sein sollten. Ich habe ewig gebraucht, um sie normal anfassen zu können.

Auch habe ich meinen Körper gar nicht genug Zeit gegeben, um auf die nächste OP vorbereitet zu sein – mein Immunsystem brach komplett zusammen.

 

Liposuktion – Die Probleme bleiben

Jetzt nach acht Monaten bin ich so weit vom Kopf her wieder stabil. Ich muss immer noch zur Lymphdrainage und bin auch weiterhin auf die Kompression angewiesen. Schmerzfrei bin ich leider auch noch nicht. Und was für mich das schlimmste ist: Meine Oberweite wird immer mehr. Die Arm-OP ist nun zwei Jahre her. Außerdem ist auch mein Bauch dick geworden. Ich esse wie sonst auch immer und mache Sport. Ich muss für mich sagen, ich bin mit meinen dicken Beinen besser zurechtgekommen als mit diesen Bauch. Aber ich bleibe dran, auch das werde ich schaffen.

Ich denke, dieser Post ist auch mal wichtig, um zu sehen, dass nicht immer alles sofort heil ist. Der Prozess nach der OP kann auch langwierig sein. Es sollte viel mehr Vorbereitung auf die OPs geben, eben auch psychologische Unterstützung.

Ich bin dankbar für meine Freunde und Familie, die mich sozusagen am Leben gehalten haben. Meine Klage wurde leider vom Sozialgericht abgewiesen, aber ich mache immer noch weiter. Für euch und für mich. Und das diese Krankheit endlich Gehör findet!

Liebe Grüße,

Eure Tanita

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Kommentare

2 Antworten

  1. Geht mir ebenso. Mit der Psyche, also was das Annehmen angeht hatte ich keine Probleme, aber ich habe jetzt einen dicken Hintern, sehe aus wie im 3. Monat und über die Oberweite mag ich nicht
    nachdenken. Außerdem kommt das Lipödem wieder. Auch an den Armen habe ich es jetzt. Also was ein gewisser Herr Dr. sagt wie " Das Lipödem wird amputiert und kommt nicht wieder", kann entweder so nicht stimmen oder es wurde nicht sauber gearbeitet. Kann ich mir jetzt aussuchen. Ich sehe die Liposuktion mittlerweile differenzierter und kritischer.

  2. Ich habe nun auch Probleme am Bauch (wurde ausgelassen) und Oberweite… Mich würde mal sehr interessieren, ob sich die Rückkehr vom Lipödem an anderen Stellen oder an den gleichen Stellen verhindern lässt. Bringt mir eine weitere OP jetzt überhaupt etwas oder kommt es dann nachher am Rücken? Tausend Fragen und keine Antworten…

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