Marlene
05.September 2018 | Sport & Gesundheit

Basischer Lifestyle: Bin ich basisch?

Hallo alle zusammen,

vor einigen Wochen habe ich mich für eine Lebensumstellung entschieden und mit dem „Basischen Lifestyle“ begonnen. Der Fokus liegt dabei auf dem Gleichgewicht des Säure-Basen-Haushaltes unseres Körpers. Was es genau damit auf sich hat, könnt Ihr in meinem letzten Blog-Beitrag nachlesen. Mein Ziel war und ist es, mich gesünder zu fühlen, fitter zu sein und vor allem die Lipödem-Schmerzen verringern zu können. In diesem Blog-Beitrag würde ich Euch gerne von meinen bisherigen Erfahrungen berichten und meine Tipps weitergeben.

Die basische Ernährung

Ich habe mich bei der Ernährungsumstellung für das 80-20-Prinzip entschieden. Das bedeutet, dass ich 80% basenbildende und 20% säurebildende Lebensmittel zu mir nehme. Auch wenn der Start nicht gerade leicht war, bereue ich meine Entscheidung nicht. Nachdem ich für mich gute Informationsquellen gefunden hatte, die mir die Umsetzung im Alltag erleichtert haben, fällt es mir mittlerweile nicht mehr schwer, die richtigen Gerichte auszuwählen. Ich habe dazu drei Tipps, die ich gerne an Euch weitergeben würde.

(1) Vorbereitung ist alles!

Besonders wenn wir außerhalb essen wollen, ist es schwierig, sich an das persönliche Ernährungskonzept zu halten. Mein Tipp: Entscheidet Euch ganz bewusst vorher, wo Ihr essen möchtet und nicht erst dann, wenn Ihr schon hungrig seid. Erkundet vorher die Menükarte, wenn es möglich ist. Dann müsst ihr Euch nicht kurzfristig und spontan für ein Gericht entscheiden.

(2) Planung ist wichtig!

Heutzutage ist alles schnelllebig und viele von uns haben nicht die Zeit, täglich frisch kochen zu können. Mein Tipp: Plant das Essen für die komplette Woche und kocht vor! Wir bereiten zu Hause gerne sonntags ein bis zwei Gerichte für mehrere Tage zu. Portioniert und in Dosen verstaut, kann das Essen dann im Kühl- oder Gefrierschrank aufbewahrt und später zur Arbeit mitgenommen werden.

(3) Kreiert eigene Rezepte!

Der ein oder andere Kochmuffel unter uns hat so seine Schwierigkeiten mit vorgegebenen Rezepten und Zutaten, die vielleicht gar nicht aktuell zu Hause zu finden sind. Mein Tipp: Passt die Rezepte individuell an und kreiert neue Lieblingsrezepte! Wir kaufen regelmäßig saisonales Gemüse, spielen mit verschiedenen Gewürzen und packen das Ergebnis dann in den Backofen oder in die Pfanne. Mein Geheimtipp sind normale und Süßkartoffeln, weil sie vielseitig einsetzbar sind und die Gerichte dadurch nie langweilig werden.

Quick-Tip: Falls ihr keine Zeit zum Kochen habt und es mal schnell gehen soll, kann ich euch Wraps empfehlen. Ich nutze dafür Mais-Tortillas, weil sie (je nach Hersteller) weniger Kalorien haben. Ihr könnt sie dann mit Salat, Bohnen, Paprika, Gurke und vielen anderen Zutaten füllen. Das ist lecker, geht schnell und ist gesünder als manch ein Fastfood-Gericht. Bohnen gelten außerdem als eine Protein-Quelle!

Sport spielt eine wichtige Rolle

Ihr fragt euch vielleicht, was Sport mit der Entsäuerung des Körpers zu tun hat. Das ist ganz einfach: Unsere Lunge hilft uns beim Säureabbau! Beim Sport steigt der Sauerstoffbedarf unserer Muskeln. Dadurch wird unsere Atmung schneller, um mehr Sauerstoff aufnehmen zu können. Dabei wird Kohlenstoffdioxid ausgeatmet. Hier kommt der „Basische Lifestyle“ ins Spiel. Kohlenstoffdioxid ist nämlich ein saures Abbauprodukt unseres Stoffwechsels. Schwitzen hilft außerdem unserem Körper dabei, Säure über die Haut abzugeben.

Mein Tipp: Walken! Ob alleine oder mit Begleitung, ich persönliche empfinde das Walken als angenehmste Sportart. Je nachdem wie Euer aktueller Gesundheitszustand ist, könnt ihr Euch individuell Ziele setzen. Ob ein 5-minütiger Spaziergang, oder ein Halbmarathon. Setzt Euch besonders am Anfang kleine Ziele, die Ihr schnell erreichen könnt, um motiviert zu bleiben und nicht aus Frustration alle Vorsätze wieder aufzugeben. Ich habe das Walken mittlerweile gut in meine Alltagsroutine integriert, auch wenn es am Anfang nicht so leicht war.

Entspannung ist das A und O

Häufig unterschätzen wir die Macht der Entspannung. Dabei spielt sie bei der Entsäuerung des Körpers keine Nebenrolle, sondern trägt entscheidend dazu bei. Stress, innere Unruhe und Unausgeglichenheit können dazu führen, dass unser Körper übersäuert ist. Kleine Entspannungsübungen können dabei helfen, dem vorzubeugen.

Mein Tipp: Versucht es mit einer Wellness-Routine für Zuhause! Ein entspannendes Bad und ein leckerer warmer Tee sorgen nicht nur für etwas Entspannung. Mit basischem Badesalz und einem Basen-Aktiv-Tee könnt Ihr dem Körper außerdem noch dabei helfen, sich zu entsäuern. Ich habe damit nur positive Erfahrungen gemacht und kann es daher weiterempfehlen, nicht nur für den Körper, sondern auch für die Seele.

Basischer Lifestyle: Mein Fazit

Nach einer mehrwöchigen Testphase kann ich eine deutliche Verbesserung meines Körpergefühls verzeichnen. Ich fühle mich wohler und fitter. Tatsächlich ist mir aufgefallen, dass ich nicht mehr ganz so schlapp und müde bin. Das motiviert mich auf jeden Fall am Ball zu bleiben.

Außerdem habe ich bemerkt, dass meine Lip-Schmerzen etwas zurückgegangen sind. Das ist für mich ein absoluter Erfolg. Ziel ist es nun, den Ist-Zustand zu halten oder im besten Fall noch weitere Besserungen zu erzielen. Das ist mit Sicherheit genauso schwierig, wie die Lebensumstellung selbst. Ich möchte aber auf keinen Fall in alte Gewohnheiten zurückfallen, sondern ab jetzt nur noch vorwärts gehen. Wunder kann man mit einer Säure-Basen fokussierten Lebensart sicher nicht erzielen, aber aufgrund meiner persönlichen Erfahrungen, kann ich den „Basischen Lifestyle“ nur empfehlen. Er hat mich überzeugt und begeistert. Solltet Ihr diese Lebensweise auch in Betracht ziehen, ist es allerdings wichtig, vorher mit Eurem behandelnden Arzt zu sprechen, um mögliche individuelle Risiken auszuschließen.

Ich wünsche Euch einen guten Start!

Eure Marlene

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