
Insgesamt wurden 17,5 Liter Lipödemfett aus meinen Beinen entfernt. Von der ersten OP bis heute ist es ein Unterschied von insgesamt vier Kilo Körpergewicht. Tatsächlich hatte ich in der Zwischenzeit auch mal ein bisschen zugenommen, etwa zwei Kilo.
An meiner Ernährung hatte ich nichts geändert, die war zuletzt aber auf jeden Fall nicht optimal.
Das nächste Ausmessen der Umfänge findet erst in drei Wochen statt, jedoch schon durch die letzten beiden Operationen habe ich an manchen Stellen 5 cm weniger Umfang.
Der Heilungsschmerz ist nicht zu unterschätzen. Besonders jetzt nach der Operation der Oberschenkelrückseite komme ich noch immer regelmäßig an meine Grenzen. Hinsetzen sowie Aufstehen sind jeweils sehr schmerzhaft. Allerdings ist es ein ganz anderer Schmerz, als ich ihn vorher hatte.
Auch wenn ich grundsätzlich k.o. bin, weil mein Körper so viel Energie für die Heilung braucht, geht es mir besser als vorher.
In meiner Standard-Gassi-Runde gibt es einen kleinen Stich aufwärts. Vor den Operationen musste ich nach diesem Stich kurz innehalten um Energie für den weiteren Weg zu sammeln. Heute gehe ich einfach weiter.
Die Zahlen sagen ganz klar: die Operationen haben etwas bewirkt. Es wurde krankes Fett entfernt, somit Entzündungen und Schmerzpunkte massiv reduziert.
Eine Verbesserung ist im Alltag schon jetzt zu spüren. Auch gibt es Bilder, die zeigen, wie sich die Proportionen verändert haben.
Ein Erfolg ist faktisch vorhanden.
Schaue ich in den Spiegel, sehe ich die Veränderung. Heute habe ich seit Jahren erstmals eine Hose an mit mehr Jeans- als Elasthan-Anteil.
Und dennoch sehe ich die gleich dicken Beine wie zuvor, wenn ich von oben an mir herunterschaue. Dennoch fühle ich mich unbeweglich. Ich merke gar nicht, dass ich plötzlich in die Hocke gehen kann und dort einen Moment verweilen kann, ohne dass ich vor Schmerzen wieder aufschrecke.
Wobei die Oberschenkelrückseite natürlich schon noch schmerzt, was nicht anders zu erwarten war nach so kurzer Zeit. Es geht mir also wie jeder anderen frisch operierten Lipödembetroffenen auch.
Seit etwas mehr als 9 Jahren habe ich die Diagnose. Ich habe mich immer informiert und hatte auch viele Jahre ein wirklich gutes Management. Selbstverständlich habe ich auch im Vorfeld viele Informationen zu den Liposuktionen und den Phasen danach gelesen.
Ich dachte jedoch aufgrund meiner bisherigen Erfahrung, würde ich sicherlich sehr viel schneller mit Kopf und Körper die gleiche Sprache sprechen.
Aber nun scheint es wie auch damals bei Erhalt der Diagnose: es gibt eben Phasen, durch die muss man durch.
Schau Dir dazu gerne einmal meinen Beitrag „Leben mit Lipödem – Die Phasen nach Erhalt der Diagnose“ an. In welcher Phase befindest Du Dich gerade oder läuft es bei Dir doch ganz anders ab?
Auf jeden Fall wünsche ich Dir nur das Beste.
Deine Kathi
Beitrag teilen
2 Kommentare
Danke für deinen Beitrag. Meine Beine schmerzen zir Zeit sehr. Deshalb denke ich doch so langsam über die Liposuktion nach. Habe ziemlich Respekt davor, aber so wie es momentan ist, kann es nicht weitergehen.
Ich verwende Kompressionsversorgung, achte auf meine Ernährung und gehe regelmäßig zur Lymphdrainage. Am Anfang der Diagnose hat es mir sehr viel gebracht, aber jetzt ist es so wie vor der Diagnose.
Hab demnächst wieder einen Termin beim Phlebologen, mal schauen was das Gespräch ergibt.
Viele Grüße
Meine Diagnose ist noch ziemlich frisch vom August. Ich hadere manchmal noch mit der Kompression, merke aber sofort, wenn ich sie einen Tag nicht trage. Erst beim 3. Lymphdrainage Termin habe ich eine grosse Besserung verspürt. Ich verstehe jetzt aber woher die Schmerzen in den Beinen kommen und warum ich nicht mehr lange Strecken am Stück gehen kann. Dadurch dass ich im rechten Knie eine Gonarthrose habe, weiss ich manchmal nicht sicher, was die Ursache für die momentanen Schmerzen ist. An der Ernährungsumstellung muss ich noch arbeiten.