Stephanie
31.Oktober 2018 | Mein Lipödem

Meine Lipödem Geschichte: Ein weiteres buntes Puzzleteil

Mein erster Blogeintrag hier auf FRAUENSACHE – und ich freu mich wie ein Honigkuchenpferd! In diesem werde ich gerne über meine Person erzählen, warum und wie ich bei „Deine starke Seite“ gelandet bin und einen kleinen Vorgeschmack auf das, worüber ich in Zukunft bloggen möchte.

Ich heiße Stephanie, bin 26 Jahre alt, Vollzeitstudentin und in Teilzeit pädagogische Kraft in einem Jugendhaus. Seit sechs Jahren stehe ich vor der Kamera, und seit zwei auch dahinter. Egal ob ich 75 oder 95 Kilo wog, war und ist das Modeln eines meiner liebsten und zeitintensivsten Hobbies. Mir ist schon immer die Message dahinter wichtig gewesen: Selbstbewusstsein ist nicht von deinem Gewicht abhängig!

Ich war schon immer das etwas stämmigere Kind, jedoch bekam ich meine ersten Dehnungsstreifen im zarten Alter von 10 Jahren. Die Pubertät hatte mich bereits mit acht oder neun Jahren in ihren Fängen und mit 10 wurden meine Beine immer dicker. Ich fing an Sport zu treiben, ging schwimmen. Es half nichts, aber ich akzeptiere es – auch mit den damals beginnenden Schmerzen. Wenn mich jemand aus Jucks in den Oberschenkel piekste, musste ich vor Schmerzen weinen. Das war für mich normal, ich kannte es ja nicht anders.

Durch mehrere psychische Faktoren in der Jugend nahm ich auch immer mehr zu, bis ich 2012 von einem Programm erfahren habe, dass mir helfen konnte beim Abnehmen. Von Oma gesponsert nahm ich daran teil, verlor in gut zweieinhalb Monaten 25 Kilo und pendelte mich bei ca. 75 kg ein. Damals hätte ich schon stutzig werden sollen: Obenrum verlor ich drei Kleidergrößen von 44 auf 38, und untenrum…von 48 auf 48 mit Gürtel. Immer in der Annahme, dass ich eben dicke Beine habe wie Mama, machte ich mir keine weiteren Gedanken – bis letztes Jahr im Sommer.

Mein Weg zur Diagnose Lipödem

Ich war mit einer Freundin in der Sauna. Sie ist Physiotherapeutin und wir sprachen über Allerlei, von Männern über Partys und irgendwann über unsere Gesundheit. Dabei sprach sie an, dass es sich bei meinen Beschwerden um ein Lipödem handeln könnte und ich solle es mal untersuchen lassen.

Also ich zum Arzt, im November 2017 bekam ich dann die erste Diagnose – Lipödem Stadium 2, dazu ein Rezept für eine Kompressionsstrumpfhose. Ich zum 2. Arzt, bekam zusätzlich Lymphdrainage aufgeschrieben.

Aus anfänglichem Hass und Frustration (das Anziehen der Strumpfhose war zu Beginn wirklich eine Qual für die ungeübten Hände) wurde mittlerweile eine Art Aufgabe für mich, nach außen zu treten um weiterhin Frauen zu vermitteln, dass Schönheit unabhängig vom Gewicht ist und dass man nicht alleine mit der Krankheit ist. Und: ohne meine Kompression fühle ich mich mittlerweile nackig, ohne sie gehe ich nicht mehr aus dem Haus.

Das Lipödem gehört zu mir

Also, worüber habe ich so vor zu bloggen? Natürlich über meine Hobbies, da die meisten einfach auch oft das Lipödem mit einbeziehen, wie eben das Modeln, Tattoos oder das Reisen. Unter anderem bin ich auch sehr interessiert an Körperpflege und versuche da immer Schätze zu finden, die vor allem bei Lymphödem und Lymphostase unterstützen.

Das war’s erst mal von mir und ich freue mich ein Teil des FRAUENSACHE-Teams zu sein!

Eure Stephanie

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