Chrissy

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Kommentare

10 Antworten

  1. Hallo Chrissy, ein sehr schöner Beitrag, wie die vielen anderen hier auch. Ich finde mich in vielen Beiträgen wieder, in diesem hier besonders, nur habe ich die umgekehrte Reihenfolge der Erkrankungen erfahren. Als erstes wurde bei mir die Schilddrüsenunterfunktion (ca. 25 Jahre her) diagnostiziert, dann die Arthrose (vor ca. 7. J.) in beiden Knien und zum Schluss erst das Lipödem – vor gut einem Jahr – nachdem ich Knietechnisch fast gar nichts mehr machen konnte. Ach ja und Krampfadern nenne ich auch noch mein eigen, wobei ich eine Seite dieses Jahr behandeln ließ aber leider nicht ganz ohne Probleme. Mit der Beweglichkeit der Knie habe ich so meine Probleme, Treppe runter geht nur am Geländer und mitunter auch nur Stufe für Stufe, Gott sei dank kann ich mittlerweile wieder schmerzfrei Fahrrad fahren, das war schrecklich als das gar nicht ging. Bei der Gewichtsreduzierung hat mir ein Beitrag der Ernährungsdocs vom NDR geholfen, da ging es einmal um die Schilddrüsenunterfunktion.
    Ich wünsche Dir alle Gute und einen schönen Tag.

  2. Hallo Chrissy, das könnte fast meine Geschichte sein. Nur die Reihenfolge war etwas anders. Mit 18 wurde ich am Knie operiert. Da hieß es noch Patellaspitzensyndrom. Danach konnte ich erstmal wieder gut laufen. Ein paar Jahre später wurde dann Schilddrüsenunterfunktion diagnostiziert. Nach einer Mutter-Kind-Kur, wo ich Akkupunktur bekam, schwollen plötzlich meine Beine an. Seitdem bekomme ich zweimal pro Woche Lymphdrainage wegen Lymphödem. Wieder ein paar Jahre später ging ich zum Orthopäden wegen ständiger Schmerzen in den Beinen. Der schickte mich dann zur Phlebologin, die dann feststellte, dass ich ein Lipolymphödem habe. Nach einigen gescheiterten Versuchen, mir Kompression anzupassen, was aber bis heute nicht klappt, fuhr ich zur Reha in eine Lymphklinik. Von dort wurde alles in die Wege geleitet zwecks Schwerbehinderung und Liposuktion. Seitdem kämpfe ich mittlerweile 7 Jahre mit der Kasse um die Kostenübernahme. Inzwischen fiel es mir immer schwerer zu laufen. Vor zweieinhalb Jahren wurde dann festgestellt, dass in meinem linken Knie nichts mehr ganz war. Der Knorpel war ganz weg. Also bekam ich Ende letzten Jahres mit 48 Jahren ein neues Knie. Dadurch ist vieles sehr viel besser geworden. Aber leider wird es durch das Lipödem nicht mehr so gut wie früher. Ich hoffe nun, dass der Bundesausschuss bald zu einem Ergebnis kommt und die Liposuktion in den Leistungskatalog aufgenommen wird. Denn wenn das Fettgewebe weiter so drückt, muss bald auch das rechte Knie erneuert werden. Ich gebe dir nur den Tip: warte nicht zu lange mit der Knie-OP. Denn je länger man wartet desto langwieriger ist nachher der Heilungsprozess. Und dass man zu jung dafür ist, ist ein Irrglaube. Das wird ein guter Arzt auch bestätigen. Denn man will ja jetzt auch Lebensqualität haben. Ich drücke dir die Daumen, dass du auch bald schmerzfrei laufen kannst. LG Steffi

    1. Hallo Steffi,
      Danke für Deine Nachricht.
      Ich werde im neuen Jahr nochmal einen Arzt aufsuchen. Leider sind gute Orthopäden sehr überfüllt und man muss lange Strecken fahren und bekommt er sehr spät einen Termin.
      Ich wünsche Dir alles Gute!
      Chrissy

    2. Hallo Biggi,
      schön das Dir der Beitrag gefällt.
      Ich wäre froh gewesen, wenn man das Lipödem mit 24 diagnostiziert hätte, dann wäre mir sicher viel erspart geblieben.
      Mit der Schilddrüsenunterfunktion muss ich mich jetzt auch noch auseinander setzen, leider.
      Dir wünsche ich alles Gute
      Chrissy

  3. Ich kann nur seufzen. Ich fühle da sehr mit dir. Ich bin 22 und habe diese Probleme seit ich mit 10 in meine sehr früh startende Pubertät kam. Nun tun meine Knie und mein Rücken weh. Mein Lipödem wurde vor ca 3 Jahren diagnostiziert. Die IV sagte darauf hin, hätte ich es mit 18 schon gemeldet, hätten sie eine OP übernommen. Ist ja nicht so, dass ich es da nicht gerne auch schon gewusst hätte! Über ca. Zwei Jahre war ich täglich für 2 Stunden im Fitness, Kraftübungen etc. Habe als es nichts brachte immer weniger gegessen, bis ich nur noch Salat ass und in eine Depression rutschte. Das hat alles nur schlimmer gemacht. Innert kürzester Zeit war ich über 80 Kilo. Jetzt bin ich 110. UND ich habe abgenommen. Wieso? Dezember bekam ich dann auch noch Histaminintoleranz diagnostiziert, wieder etwas neues, wieder etwas, was die Krankenkasse noch nicht anerkennt. Wieder etwas, was eigentlich schon beweisen ist. Was tun? Ernährungsumstellung. Zur Erklärung, HIT, wie es abgekürzt heisst, verschlimmert das Lipödem – führt zu Magendarm Beschwerden, Kopfweh, Migräne, Schwindel und Schlafstörungen – und so war ich anfangs Jahr noch 115 Kilo schwer. Tja, Ernährung umgestellt. Februar, neue Diagnose. Diverse Langzeitallergien: Kein Ei mehr, kein Poulet, kein Senf, keine Milch, kein Weizen, kein Gluten etc. Schlussendlich hatte ich nur noch ca. 10 Lebensmittel, die ich essen darf… Ich bekam wieder einen zusammenbruch. Habe mich zwei Wochen lang kaum bewegt, weil mein Körper immer schwerer wurde, ich jedoch kaum was essen konnte. Die Kompressionsstrümpfe hatte ich schon lange fluchend in die Ecke geworfen, weil sie mehr schmerzen, als das Lipödem selbst. Die Lymphdrainage funktionierte nicht. Ich war am Ende.

    Jetzt muss ich mich weiterhin so ernähren. Zunächst für 7 Monate, vielleicht länger. Was ich noch essen darf macht das Lipödem vielleicht noch schlimmer? Und da nützt es wenig, wenn die Ärzte sagen, dass ich mit 22 nicht so viele Probleme haben sollte. Tja, sollte. Habe ich aber.

    Ach und letzte Woche bekam ich als Ergebnis, dass mein Magen die Eiweissspaltung nicht hinbekommt. Die Schilddrüse ist überlastet, sowie meine Leber. Und nur so: Ich trinke nicht und rauche auch nicht.

    Also ja, ich habe einige Krankheiten. Und die HIT ist wahrscheinlich sogar durch diese ganzen Diäten entstanden, die ich immer gemacht habe aus Verzweiflung. Und die HIT macht das Lipödem schlimmer.

    … Trotzdem hoffe ich, dass ich endlich auf einem besseren Weg bin. Und dass ich irgendwann auch mal ein Leben ohne Schmerzen haben kann…

    Das wünsche ich euch allen ❤️

    Und tut mir leid, dass dieser Kommentar irgendwie so düster daher kommt… Wollte eigentlich nur das mit der Schilddrüse erzählen. Aber, vielleicht hat ja noch jemand solche Probleme. Ach und, wenn die Lymphdrainage nicht funktioniert, zuerst Therapeut wechseln. Ich hätte das auch mal machen sollen. Habe erst jetzt jemanden gefunden, bei dem es immerhin ein wenig etwas nützt.

    Euch alles viel Glück
    Liebe Grüsse

  4. Hallo Chrissy,
    bei mir ist es die Hüfte und nicht das Knie. Für ne künstliche Hüfte bin ich meinem Orthopäden mit 40 zu jung, Lipödem Grad II wird die OP auch nicht von der Kasse übernommen und jetzt häng ich gerade in den Seilen wegen dem GdB. Es gibt Tage, da könnte ich kotzen. Schmerzmittel versuch ich wo es geht zu vermeiden, aber manchmal hab ich auf Arbeit auch einen schlimmeren Tag, wo ich viel am Laufen bin und danach kannst mich eigentlich vom Boden abkratzen.
    Alles Liebe und Gute

  5. Hallo Chrissy, sehr schön beschrieben. Ich leide mit dir, das was du beschreibst könnte von mir stammen. Habe an beiden Knien die Kniescheiben richten lassen, was kaum Linderung bringt. Auch ich laufe mit beiden Knien Knochen auf Knochen und bin mit 47 noch zu jung für Ersatzteile. Da ich ohne Schmerzen keinen Schritt laufen kann und mir das Lipödem die Kraft raubt, habe ich Aquajogging und Radfahren ( mit E, ich lebe im Mittelgebirge 😉 ) für mich entdeckt, das lindert etwas und bringt Spaß. Was mir aber mehr hilft sind Dehnübungen für Oberschenkel- und Wadenmuskel hauptsächlich. Kann mich inzwischen auch wieder hinknien und komme weiter runter in die Hocke. Ich gebe nicht auf, dass ich noch weitere Verbesserungen erreichen kann, und ich meine Zufriedenheit weiter steigern kann. Ich wünsche dir auf deinem Weg alles Gute, lass dich von solch blöden Krankheiten nicht unterkriegen. Wir kämpfen!
    Liebe Grüße
    Dani

    1. Liebe Dani, und dein Text hätte von mir sein können…;). Ich bin im gleichen Alter und meine Knie machen mir auch zu schaffen. Ich gehe den gleichen Weg wie du und habe auch mit E-bike und viel guter Bewegung und Dehnungen und Kräftigung eine Verbesserung erfahren! Dein Bericht stärkt mich! Danke! Ich glaube wir sind auf einem guten Weg. Wir geben nicht auf unseren Beinen etwas Gutes zu tun! Liebe Grüße und großen Dank auch an Chrissy, die auf das Thema aufmerksam gemacht hat!

    1. „Mann, mann“, ihr „Glücklichen“, was hattet/habt ihr alle für hilfreiche Ärzt*innen und wie schnell ihr alle Termine kriegt… Ich bin 61, wiege nach 40 Jahren Diätgeschichte 130 kg (mit 80 „angefangen“) habe Lipödem St. 3 (Diagnose 2012), Tinnitus, seit ich 30 bin, Diabetes seit 2018, und seit 4 Jahren zunehmende beids. Kniearthrose – inoperabel wg. Übergewicht und schlucke seitdem tögl. 1200 mg Ibu, weil sonst nix hilft. Ach ja, wollte 2012 auf eigene Kosten eine Liposuktion machen lassen, aber – TÄDÄÄH, war sogar fürs Fettabsaugen zu fett! 💪Bisher hatte KEIN Arzt (und ich war bei „Legionen“ mit bis zu 7 Monaten Wartezeit) z. B. die glorreiche Idee, dass die Knie evtl. mit dem Lipö. zu tun haben könnten (was machen die eigentlich in ihrer „Fortbildung“zeit?) – und sowieso keinen Rat außer „Abnehmen“. Sorry, wenn das alles verbittert klingt, aber: BIN VERBITTERT. Ich bin, wie man so schön sagt, am Arsch.

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