
Liebe Leserin, lieber Leser,
in meinen letzten beiden Beiträgen habe ich bereits über die Überlegung eine Liposuktion durchführen zu lassen und die Beratungstermine geschrieben. Jetzt stand noch ein dritter (bzw. insgesamt vierter) Beratungstermin an, den ich eigentlich absagen wollte. Ich hatte mich bei einer anderen Klinik bei der Online-Beratung doch schon so wohl gefühlt, aber für eine Absage war mir das dann doch zu kurzfristig. Außerdem habe ich bei meiner ersten Informationsrunde vor ein paar Jahren dort schon einmal einen vereinbarten Termin abgesagt, da ich mich damals noch vor der Beratung dort gegen die Liposuktion entschieden hatte. Eine erneute Absage hätte ich als unhöflich empfunden.

Schon bei der Terminvereinbarung war klar: es wird mit einer Gruppenberatung begonnen, anschließend geht es in Einzelgespräche, sodass man 2-3 Stunden für diesen Termin einplanen sollte. Dazu kam bei mir die Anreise von 1,5 Stunden je Strecke hinzu. Auf der Arbeit habe ich offen über meine Überlegungen gesprochen. Selbst wenn ich keine Überstunden zum Abbauen gehabt hätte, wir hätten auf jeden Fall einen Weg gefunden, dass ich den Tag frei bekomme um diesen Termin wahrnehmen zu können. Obwohl es nur um eine Beratung ging, obwohl ich eigentlich nur aus Höflichkeit nicht abgesagt hatte, obwohl es kein neues Thema für mich war, war ich nervös. Auf der Hinfahrt bin ich die bevorstehenden, möglichen Gespräche x-mal im Kopf durchgegangen.
Die Nervosität war verschwunden in dem Moment, in dem ich die Praxis betreten hatte. Ob es an “privat” oder “kasse” liegt? Bestimmt aber daran, dass dort MitarbeiterInnen sitzen, die gerne da sind. Freundliche Gesichter, eine hübsche Einrichtung, eine heimelige Atmosphäre. Vor unserer kleinen Gruppe von vier Frauen hat ein Arzt, unser späterer Operateur, die Schritte der OP ausführlich erläutert und auf die ersten Fragen geantwortet. Anschließend ging es in Einzelgespräche. Und obwohl ich mich beim Thema Lipödem für sehr informiert und sachlich halte, habe ich mir hier wie ein „Diagnosen-Neuling“ gefühlt. Überwältigt von all den Informationen, überfordert von all den Emotionen. Und genau in diesem Moment wusste ich: hier lasse ich mich operieren! Ob das die richtige Entscheidung war, erfahrt ihr in meinem nächsten Beitrag.
Was ist oder wäre dir besonders wichtig, bei der Entscheidung von wem du ´dich operieren lässt? Und was ist oder wäre ein absolutes No-Go?
Alles Liebe,
Deine Kathi
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Eine Antwort
Hallo Kathi,
darf ich fragen, wo du (wo sie) die Liposuktionen dann machen lässt. Bist du schon operiert, dort oder ist die Aussicht auf den nächsten Beitrag, eben die nach den noch kommenden Operationen.
Ich habe zwar einige geplante Vorgespräche und doch wünsch ihr mir genau dieses Gefühl, dieses „jep, das ist es“….
No Go: Das mich jemand unterbricht, mir meine Fragen nicht beantwortet, mir erzählt ich hätte alles falsch gemacht, ich sei fett und faul, ich müsse nur irgendein Diätprogramm/Schlaumagen dann wird das schon (Übergewicht ist da…), mich und meine Erzählungen abgetan werden (ich bekomme Schübe nach Abnahmen)…mich einfach „befummelt“ ohne mich vorher zu fragen (hatte ich letzten beim Physio, der mir einfach in des Lipödemgewebe gedrückt hat)…mir Bluthochdruck und Co. andichtet (Praxen haben oft keine Zeit und messen zu früh…), mein ich hätte Diabetes (hab ich nicht, auch mein Langzeitblutzucker ist super)…oder das ich doch aufhören soll Cola und Co. zu mir zu nehmen (toller Ratschlag für jemanden der 3-4x im Jahr sowas trinkt und ansonsten nur Wasser…).
Ich könnte jetzt ewig weiter schreiben, ich hab leider echt extreme Erfahrungen gemacht, bei Ärzten, in Rehas, bei Lymphologen…in Sanitätshäusern…und sogar bei meiner Ex-Lymphologin die auch operiert (die meinte ich hätte ein Lymphödem und 800 Kalorien für immer wären ideal…ich sei halt dick…aber dann keine Erstentstauung etc. aufschreibend…)->ich habe kein Lymphödem, nur mal angemerkt.
Alle auf der Reise seienden: Es ist ein Unterschied, ob jemand eine Meinung vertritt oder ein Bedürfnis (bitte nicht einfach reingreifen, bitte beantworten sie mir die Frage) und dann eine Grenze übertritt (nicht anworten, einfach zugreifen, nicht beantworten…). Das sollte sich jede Betroffene klar machen. Eine Meinung ist verhandelbar, eine Grenze /Bedürnis (Antworten, Körper…ernst genommen werdne) nicht.
Gruß
Ella