Warum verschreiben viele Ärzte keine Lymphdrainage, obwohl sie hilft?

Prof. Dr. Schmeller
Warum verschreiben viele Ärzte keine Lymphdrainage, obwohl sie hilft?

Das Verschreibungsverhalten der Ärzte ist nicht nur abhängig von medizinischen Notwendigkeiten, sondern wird stark auch durch die Gefahr eines möglichen Regresses bestimmt. Wenn der Arzt sein zur Verfügung stehendes Budget überschreitet, muss er die Kosten der „zu viel rezeptierten“ Medikamente oder Behandlungen selber tragen. Diese Regelung ist für alle Beteiligten ein sehr großes Problem. Hinzu kommt, dass beim Lipödem die Zahl der von der Kasse bezahlten Manuellen Lymphdrainagen sehr viel geringer ist als beim Lymphödem und damit eine Dauerbehandlung oft ein großes Problem ist. Dies ist Folge der derzeitigen gesetzlichen Bestimmungen. Die Kassen argumentieren häufig auch damit, dass beim Lipödem – im Gegensatz zum Lymphödem – der morgens angezogene Strumpf zur Ödemverhinderung oft „ausreicht“. Dies ist aber leider nicht immer so.

Q&A teilen

Share on facebook
Share on email

Fragen?

Du hast Fragen zum Thema Lipödem?

Was suchst Du?